Etappe 4: Von Guldborg nach Rødvig

Auf drei Inseln sind wir heute 74 km und 255 Höhenmeter vom malerischen Guldborg bis zur Steilküste von Rødvig geradelt.

Morgens ging es auf der Insel Lolland los, die wir aber direkt hinter Guldborg verließen. Auf Falster erwartete uns ein recht eintöniger, aber gut ausgebauter Radweg an der Landstraße. Hier kämpfte vor allem Ainhoa(s Beast) als Pacemaker mit dem Wind. Auf der Insel war wenig los, und kein einziger Bäcker lag auf der Strecke.

Der Wind, kilometerlange Strecken und wir in Dänemark.

Nach nur 20 km ließen wir Falster dann schon hinter uns, und fuhren über die 2026 eröffnete Königin Magarethe II. Brücke, die so neu war, dass die Bahnschienen zum Teil noch verlegt wurden…
Direkt oberhalb der Brückendurchfahrt für die Sportschifffahrt (Durchfahrtshöhe 26 m) hielten wir kurz an, damit Merle Boote schauen konnte (und Tonnen, z. B. die rot-weiß senkrecht gestreifte Ansteuerungstonne mit rotem Ball als Toppzeichen), während Ainhoa frieren musste.

Wir fahren auf die neue Brücke (auf Komoot wird die noch garnicht angezeigt 👀, wir dachten wir gehen jetzt schwimmen)
Aussicht von der Brücke.

Wir verließen die 4 km lange Brücke über den Storstrøm in Richtung Vordingborg auf Sjælland, wo wir uns (der Uhrzeit gemäß) einen richtigen Brunch gönnten. Vordingborg gefiel uns sehr gut, vor allem die Mischung aus hübscher dänischer Altstadt und Meernähe weckte Urlaubsgefühle.

Altstadt von Vordingborg.
Energie sammeln!

Kurz hinter Vordingborg mussten wir dann allerdings fast wieder zurück: Merles Hinterreifen hatte Luft verloren, und bei dem Versuch, ihn auf dem Parkplatz vom dänischen Netto (🐕), wieder aufzupumpen, ging die ganze Luft raus. Vordingborg lag nun schon 5 km zurück, und der nächste Fahrradladen wäre erst im 10 km entfernten Præstø gewesen. Kurzerhand klingelten wir bei einem Dänen, der mehrere Fahrräder vor seinem Haus stehen hatte. Glücklicherweise war der Däne zuhause, und konnte uns auch mit einer Fahrradpumpe weiterhelfen. So konnten wir heute auch mit der lokalen Bevölkerung in Kontakt treten!

Reifendruck wird gemessen
Ganz schüchtern wird beim Dänen nachgefragt.

Weiter ging’s über hügelige Felder, ab und an auch durch schöne, schattige Waldpartien. Das Örtchen Præstø wählten wir dann für unsere zweite längere Pause aus, wo Ainhoa nun auch den Luftdruck ihrer Reifen anpasste, und wir am sehr geschützt liegenden Hafen ein paar Snacks verputzten.

Entlang den Landstraßen
Schön vor der Sonne schützen
Uns geht es gut!
Hafen von Præstø
Taschen werden kontrolliert, das noch alles gut hängt.

Ab Præstø fuhren wir auf der bisher schönsten Strecke an der Küste entlang. Zunächst am sogenannten Præstø Fjord, einem Meeresarm mit Binnenseecharakter, und schließlich an der Faxe Bugt. Vor allem der feine Sandstrand (und ein im Wasser spielender Labrador) hatte es uns angetan, aber da das heutige Ziel ganz im Osten der Insel Sjælland lag, mussten wir noch ein wenig weiterstrampeln.

Schön entlang der Küste
Der Sandstrand.
Wie süß kann ein Hund sein.
Wir zwei süßen

Es ging wieder ein bisschen landeinwärts, wo Ainhoa auf frisch aufgepumpten Reifen dann noch ihre letzten Reserven anstrengte, sodass es für Merle fast schon zu schnell wurde.(die Rakete wurde angezündet!!)

Wie ein Wirbelwind kamen wir dann um kurz vor vier auf dem Campingplatz am Ortseingang von Rødvig an. Auch dieser Campingplatz gefällt uns sehr gut, alles ist sauber und ordentlich, und unsere Hütte heute sogar größer als gestern.

Die letzten Kilometer in Richtung Campingplatz in Rødvig
Hier übernachten wir heute.
Ist sie nicht süß?

Nach einer kleinen Pause (und vielen Gummibärchen) wagten wir uns dann noch in den Ort Rødvig herunter, erstmals wieder auf dem Fahrrad ohne Gepäck – wie leicht ein Rad sein kann! In der Abendsonne konnten wir uns dann noch ein wenig sonnen und die Muskeln im Eisbad (auch bekannt als die Ostsee) entspannen. Ein besonderes Highlight war die Steilküste, und die Insel Møn, die noch am Horizont zu sehen war.

Strand von Rødvig
Hinten sieht man die Steilküste
In Rødvig am Strand

Für unsere letzte Etappe nach Kopenhagen müssen wir uns jetzt gut ausruhen – es wird noch einmal anstrengend!

Fazit: Dänemark ist flacher, als die Ü50-Witze von Merle.

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